Die Tradition der öffentlichen Gesundheit in Dubrovnik und Kroatien

Zagreb, den 08.05.2020 Die Entstehung der öffentlichen Gesundheit in der Republik Kroatien war von der Arbeit des berühmten kroatischen Arztes Andrija Štampar geprägt, der die Bedeutung ihrer Gründung befürwortete. Es ist interessant, dass die Grundsätze eines verantwortungsvollen Managements der öffentlichen Gesundheit bereits in der mittelalterlichen Geschichte der Republik Ragusa festgehalten wurden. Dubrovnik gehörte im 14. Jahrhundert zu den ersten der Welt, die das Konzept der Quarantäne als wirksamste Maßnahme zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung anwendeten, und konzipierte damit eine Kultur der öffentlichen Gesundheit im Kampf gegen infektiöse Pandemien.

Institutionalisierung der öffentlichen Gesundheit in Kroatien und der Welt

Prof. Andrija Štampar aus Kroatien, der die Bedeutung der Gründung der öffentlichen Gesundheit befürwortete, war Experte der Hygieneorganisation des Völkerbundes in europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten von Amerika. In den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts organisierte Prof. Štampar das öffentliche Gesundheitswesen in China neu und wurde im Jahr 1946 zum ersten Vizepräsidenten des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen und zum Vorsitzenden der Interimskommission gewählt, die bis zur Ratifizierung der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation das Amt dieser Organisationen ausübte. Im Jahr 1948 führte er den Vorsitz der ersten Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation in Genf. Danach studierte er als Abgesandter der Weltgesundheitsorganisation öffentliche Gesundheit und medizinische Ausbildung in Afghanistan, Ägypten, Sudan und Äthiopien.

Die Grundsätze, die Dr. Štampar dabei verfolgte, bilden auch heute noch die Grundlage der öffentlichen Gesundheit und der Sozialmedizin, beispielsweise die Tatsache, dass nicht zwischen Wirtschaftsstarken und Wirtschaftsschwachen unterschieden werden sollte, sondern dass das Problem der öffentlichen Gesundheit von allen angegangen werden sollte, da die Volksgesundheit von größerer wirtschaftlicher als humanitärer Bedeutung ist.

Republik Ragusa – der Beginn der Kultur der öffentlichen Gesundheit

Während der mittelalterlichen Geschichte spielten die Räte in der Republik Ragusa die Hauptrolle bei der Festlegung besonderer Maßnahmen und Vorschriften in der Organisation des Gesundheits- und Sanitätswesens zwecks Prävention der Einschleppung und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten in der Republik.

Die Menschen in Dubrovnik nannten alle Infektionskrankheiten ansteckende Krankheiten, und für alle Epidemien führten sie den Begriff „Pest“ oder „Pestilenz“ ein, dem lateinischen Wort „Pestis“ entsprechend, was „Pest“ bedeutet. Die Dubrovniker traten im Jahr 1377 in die Geschichte der Medizin ein, als sie beschlossen, dass „weder Einheimische noch Ausländer aus infizierten Gebieten in die Stadt oder in das Land von Dubrovnik aufgenommen werden dürfen, bis sie einen Monat lang in Isolation auf den Inseln Mrkan und Cavtat verbracht haben“. Dieser Beschluss mit dem Titel „Ankömmlingen aus ansteckenden Gebieten ist das Betreten von Dubrovnik oder seiner Umgebung untersagt“ sieht vor, dass alle Personen, die aus verdächtigen infizierten Gebieten bzw. Orten kommen, in denen ansteckende Krankheiten festgestellt wurden, 30 Tage in Isolation oder Quarantäne verbringen müssen. Deshalb nannten Historiker die Quarantäne von Dubrovnik „Trentina“. Dieser Beschluss ist im Gesetzbuch von Dubrovnik „Liber viridis“ oder „Grünes Buch“ festgeschrieben. Das Gebäude, in dem die Quarantäne durchgeführt wurde, wurde als Lazarett oder Kontumaz bezeichnet.[i] [i] Der Inhalt wurde von der Website des Instituts für öffentliche Gesundheit der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva (kroatisch: Dubrovačko-neretvanska županija) übernommen.

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[i] Der Inhalt wurde von der Website des Instituts für öffentliche Gesundheit der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva (kroatisch: Dubrovačko-neretvanska županija) übernommen.

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